
Immer mehr empfinde ich den anstehenden Bundesparteitag der Freien Demokraten Ende Mai 2026 in Berlin als ein internes und externes Fest der Demokratie. Dies zeigt sich gerade in der aktuellen Folge des Podcast „Machtwechsel“, in dem Wolfgang Kubicki und Henning Höne sachlich, ruhig und vernünftig gemeinsam Fragen beantworten und miteinander über die Zukunft des Liberalismus und der FDP sprechen.
Interessant beim Hören des Podcast ist, dass Zuschreibungen der Kandidaten in Links-Rechts-Schemata überhaupt nicht funktionieren. Deshalb feiere ich innerlich den Mut zur Kandidatur von Kubicki und Höne, die ich beide kenne und schätze – und die wir beide in der Politik in Deutschland brauchen.
Zur Machtwechsel-Folge mit Kubicki und Höne (17.4.2026)
Denn: Der Kampf um unseren demokratischen Rechtsstaat und unsere Lebensweise mit den in der deutschen und europäischen Geschichte hart erkämpften liberalen Grundrechten hat erst begonnen und muss im Übrigen immer wieder auf Neue geführt werden. An den politischen Rändern gibt es zu viele mehr oder weniger radikale Extremisten, die nicht nur das liberale Lebensgefühl, sondern ebenso die sich daraus ableitenden ordnungspolitischen Grundsätze ablehnen.
In dem demokratischen Meinungs-Wettstreit muss die FDP, die nichts mehr zu verlieren hat, bei den wichtigsten Diskussionen präsent sein sowie pointiert-sachlich und manchmal auch mit einer Prise Humor das liberale Lebensgefühl repräsentieren. Ein gutes Beispiel war dazu in den vergangenen Tagen die Diskussion um die sog. „1.000-Euro-Prämie“ der schwarz-roten Bundesregierung und von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). In den Sozialen Medien gab es dazu auch von jungen Unternehmern massiven Widerstand, der im Duktus aber trotzdem sachlich blieb und große Reichweiten generierte. Einige dieser Reels habe ich auf meiner Instagram-Site in der Story veröffentlicht.
Hauptgründe der Ablehnung zusätzliche Arbeitskosten, die schwache wirtschaftliche Lage, die Abwälzung der Kosten auf Unternehmen, das Erwecken von Erwartungen bei Freiwilligkeits-Leitungen und die Nicht-Entlastung von Unternehmen. Dabei wird in jedem Beitrag deutlich: Die Ablehnung richtet sich weniger gegen die Entlastung von Beschäftigten an sich, sondern gegen die Art der Finanzierung: Unternehmer wollen nicht die Rolle des Zahlers für staatlich angekündigte Entlastungen übernehmen, solange ihre eigene wirtschaftliche Lage angespannt bleibt. Auch bei mir in der Region Karlsruhe versuchen die meist familiengeführten Firmen, die Arbeitsplätze zu halten und eben nicht abzubauen, da sie eine enorme soziale Verantwortung besitzen. Dafür werden aber gerade viele Rücklagen aufgebraucht, da die Umsatz- und Einnahmenseite in manchen Branchen dramatisch sinkt.
Die „1.000-Euro-Prämie“ und die beschriebenen Hintergründe aus dem Bereich der Wirtschaft zeigen, wie sehr es eine liberale Partei und vernünftige politische Kraft in der Mitte braucht. Dafür lohnt sich der Mut zur Kandidatur und den öffentlichen Diskurs über die Zukunft des Liberalismus nicht nur von Kubicki und Höne.